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Protestaktion gegen den grausamen Tod von Schlangen und Waranen für Luxus-Schuhe und Handtaschen

Tasche_Schlangenleder_MuechenTaschen, Schuhe und Gürtel aus dem Leder exotischer Reptilien ist wieder en vogue, weshalb solche Produkte in den Kollektionen angesagter Luxuslabels wie Gucci, Prada und Bally zu finden sind. Wer sich bisher am Besitz oder Anblick eines solchen Produkts aus Reptilleder erfreut hat, der wäre beim Anblick der schockierenden Videoaufnahmen, die am gestrigen Mittwoch erstmals in Stern TV ausgestrahlt wurden, sicherlich angeekelt davon abgewendet. „Was Reptilien erleiden müssen, damit Luxusliebhaber sich mit einem Hauch Exotik schmücken können, ist erschütternd“, erklärte Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife. „Viele der Schlangen und Warane werden lebend gehäutet – wer solches Leder kauft, unterstützt diese Grausamkeit.“ In einer aktuellen Protestaktion fordert Pro Wildlife die führenden Hersteller von Luxusaccessoires auf, echtes Reptilleder aus ihren Kollektionen zu nehmen.

Brutale Fangmethoden

Video-Aufnahmen aus Indonesien zeigen, wie Warane aus der Wildnis gefangen und ihnen die Beine auf den Rücken gebunden werden. So verschnürt stopft man sie in Plastikbeutel und transportiert sie zum Schlachthaus. „Wie mit den noch lebenden Tieren umgegangen wird, zeigt: Sie werden nicht als Lebewesen, sondern nur als Rohstoff betrachtet“, sagt die Pro Wildlife Sprecherin. Auch Schlangen müssen unnötig leiden: „Die Pythons werden aufgehängt und mit Wasser gefüllt, damit sich ihre Haut besser abziehen lässt. Reptilien halten viel aus –viele Tiere bewegen sich trotz all dem, was ihnen angetan wurde, immer noch“, berichtet die Biologin. Sie bezeichnet den Umgang mit den lebenden Tieren als rücksichtslos und brutal: „Egal ob Armbänder für Luxusuhren oder High Heels aus Reptilleder – das sind reine Luxus-Artikel. Für solch einen Schnickschnack darf es keine Tierquälerei geben!“

Wo die Schlangen verschwinden, gibt es Rattenplagen

Über eine Million Waran- und Schlangenhäute importiert die EU jährlich. Sowohl Warane als auch Pythons sind nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) geschützt und dürfen nur begrenzt gehandelt werden. Viele Hersteller berufen sich darauf, dass sie Schlangenleder aus Zuchtfarmen beziehen. „Doch viele Farmen, in denen die Tiere angeblich gezüchtet werden, bedienen sich aus der Natur. Wildfänge sind billiger und schneller als Zucht. Die Natur dient als kostenloser Selbstbedienungsladen“, kritisiert Altherr. Die Folgen für das ökologische Gleichgewicht sind mancherorts schon zu beobachten: Wo die Schlangen abgesammelt sind, können sich Ratten ungestört vermehren, weil ihr natürlicher Fressfeind fehlt. Auf der diesjährigen CITES-Konferenz im März wurde der Schlangenhandel erstmals diskutiert, eine Arbeitsgruppe soll nun Aufschluss über Umfang und Folgen des Handels bringen. Pro Wildlife hat auch die Absatzmärkte in Europa im Auge und mahnt Kunden und Hersteller, auf Reptilleder zu verzichten:

Appell an die Kunden, Protest an die Hersteller

„Wir hoffen, dass die schockierenden Aufnahmen aus den Reptilien-Schlachthäusern in Asien die Öffentlichkeit aufrütteln und Kunden davon abhalten, solche Accessoires zu kaufen“, betont Altherr. Pro Wildlife hat eine Online-Protestaktion eingerichtet. Sie richtet sich an die großen Luxuslabels und fordert sie auf, künftig kein Reptilleder mehr zu verwenden.

Weitere Informationen zur aktuellen Protestaktion: www.prowildlife.de/Protestaktion

Das Video im Internet (Empfindliche Menschen sollten sich das Video lieber nicht anschauen, da wirklich grausame und schockierende Szenen enthalten sind):
www.videoportal.sf.tv/video?id=56de5c9b-873f-48ed-861a-d86bffb416f3

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