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Die beiden Baumwollinitiativen BCI und CmiA schließen Partnerschaft

Wie die Aid by Trade Foundation (AbTF) Ende Juli 2012 berichtete, wird ihre Initiative Cotton made in Africa (CmiA) mit der Better Cotton Initiative (BCI) zur Unterstützung der nachhaltigen Baumwollindustrie in Afrika zusammenarbeiten. Zu diesem Zweck wurde ein Interims-Partnerschaftsabkommen unterzeichnet, denn beide Initiativen arbeiten an der gleichen Sache und unterscheiden sich nur dahingehend, dass CmiA sich auf die Verbesserung der Lebensbedingungen von Baumwoll-Kleinbauern in Afrika konzentriert und BCI dieses Ziel sowohl bei Kleinbauern als auch Großerzeugern weltweit anstrebt.

AbTF - afrikanische Baumwolle
Foto: Cotton made in Africa (CmiA)

Die auf 18 Monate angelegte Partnerschaft verpflichtet die Partner, „auf beiden Seiten solide Strukturen zu etablieren, die den optimalen Austausch von Standpunkten, Ideen und Angelegenheiten von besonderem Interesse“ ermöglichen. Dazu zählen vor allem der Kampf gegen Kinderarbeit, die konsequentere Anwendung des integrierten Pflanzenschutzes (Integrated Pest Management ? IPM) sowie die Entwicklung pragmatischer Systeme und Lösungen, die Angebot und Nachfrage verknüpfen.

Die Zusammenarbeit der beiden Initiativen trägt bereits erste Früchte: Sie bietet eine attraktive Möglichkeit für BCI-Mitglieder, Baumwolle von CmiA zu beziehen. Seit dem 1. Juli 2012 kann CmiA-verifizierte Baumwolle (ab der Ernte 2012) auch unter der Bezeichnung „Better Cotton“ verkauft werden. Die Tatsache, dass dieses Angebot auch den Industrievertretern zusagen wird, die auf der Suche nach größeren Mengen afrikanischer Baumwolle der „Better Cotton“-Initiative sind, wird den Erfolg des Konzeptes bestätigen. Christoph Kaut, Managing Director der AbTF, betont, dass dieses Angebot nicht nur den „sofortigen Zugang zu neuen Märkten für CmiA und Better Cotton ermöglicht, sondern auch die Effizienz steigern wird und zu Vorteilen für die afrikanischen Kleinbauern führt“.

Die Kooperation zwischen BCI und CmiA schließt weitere gemeinsame Aktivitäten ein, wie zum Beispiel einen Austausch zu Themen wie Evaluation, Verifizierung und Finanzierungsmodelle. Beide Seiten glauben, dass dies nur die ersten Schritte auf dem gemeinsam Weg zu mehr Nachhaltigkeit in der Baumwollindustrie sind.

Lise Melvin, Executive Director von BCI, unterstreicht die wichtige Rolle Afrikas bei der Aufgabe, Better Cotton als allgemein üblichen Massenrohstoff zu etablieren und verspricht: „Wir bleiben immer dazu verpflichtet, die Zukunft der nachhaltigen Baumwollindustrie Afrikas sicherzustellen, die Nachhaltigkeit weiter zu steigern und die Lebens- und Umweltbedingungen der Farmer zu verbessern.“

Better Cotton Initiative
Die Better Cotton Initiative (BCI) wurde gegründet, um den aktuellen Auswirkungen der weltweiten Baumwollproduktion zu begegnen. BCI treibt messbare Verbesserungen der sozialen und ökologischen Auswirkungen des Baumwollanbaus weltweit voran, um ihn ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltiger zu gestalten. Seit 2005 arbeitet BCI mit Organisationen aus der Baumwoll-Wertschöpfungskette sowie interessierten Stakeholdern zusammen, um eine Lösung für den Baumwoll-Massenmarkt aufzubauen. Die Philosophie von BCI ist es, einen Markt für „Better Cotton“ als neues Massenprodukt zu schaffen und dabei die Baumwollware so zu gestalten, dass sie einen Langzeitnutzen für die Umwelt, die Bauern und alle weiteren Menschen bringt, deren Leben von Baumwolle abhängt.

Cotton made in Africa
Cotton made in Africa ist eine Initiative der Aid by Trade Foundation, die Hilfe zur Selbsthilfe durch Handel leistet. Ziel der Initiative ist es, die Lebensbedingungen afrikanischer Kleinbauern nachhaltig zu verbessern. Dafür baut sie eine Allianz internationaler Textilunternehmen auf, die die von afrikanischen Kleinbauern nachhaltig erzeugte Baumwolle für den Weltmarkt einkaufen und weiterverarbeiten. Die Baumwollbauern profitieren zudem durch Schulungen und Sozialprojekte von der Zusammenarbeit. Aktuell nehmen in Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Malawi, Mosambik und Sambia rund 420.000 Kleinbauern an dem Programm teil. Im letzten Jahr kamen weltweit rund 15 Millionen Textilien aus Cotton made in Africa-Baumwolle in den Handel; für dieses Jahr rechnet die Initiative mit etwa 20 Millionen Teilen.

Quelle: Pressemitteilung von Cotton made in Africa vom 30. Juli 2012, www.cottonmadeinafrica.org

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