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Ethical Fashion Show: Feuerwear erstmals dabei

Das Taschen- und Accessoires Label Feuerwear aus Köln präsentierte seine markanten und einzigartigen Designs aus Feuerwehrschläuchern erstmals auf der Ethical Fashion Show im Rahmen der Berlin Fashion Week. Martin Klüsener, der Designer des Labels, berichtet über die Herstellung und den innersten Wunsch vieler Männer nach wahren Heldentaten.

Vom 2. bis 4. Juli 2013 konnten Besucher der Ethical Fashion Show Berlin im ewerk Taschen, Geldbörsen oder Gürtel aus einem etwas „anderen“ Material begutachten. Für den immer populärer werdenden Trend des Upcycling werden diverse Stoffe verwendet wie beispielsweise ausgediente Feuerwehrschläuche. Die Brüder Martin und Robert Klüsener sind mit dieser Idee schon seit acht Jahren erfolgreich. Das Unternehmen arbeitet besonders nachhaltig, da überwiegend gebrauchte Materialien zum Einsatz kommen.

feuerwear - Gürtel am Stand auf der Ethical Fashion Show

Angefangen hat alles mit Martins Wunsch nach einer innovativen und umweltfreudlichen Idee für die Fertigung von Taschen im Zuge seines Studium zur Bekleidungstechnik. Segeltücher und Kaffeesäcke stellte ihn zunächst nicht zufrieden. Dann kam er auf Feuerwehrschläuche und die Idee wurde zu einem stimmigen Konzept. „Wir erzählen auch Geschichte und wir haben ein Image, was sich durch das Material ergibt“, so Martin Klüsener. Dieses Konzept spricht vor allem Männer an. Feuerwehrleute und ihre Heldentaten sind eben ein „Männerding“. Nicht nur das praktische, etwas grobe Design, sondern auch das feste und griffige Material spricht für viele Männer Bände. „Ich merke, dass Männer sagen ‚Das ist ein Brand für uns‘. Vielleicht ist das auch so ein Männertraum oder Kindheitstraum“, erklärt Martin weiter und bekennt sich selbst zum faszinierten Fan des Feuerwehrberufs.

feuerwear - Taschen am Stand auf der Ethical Fashion Show

Mittlerweile hat Feuerwear zahlreiche Kontakte zu Feuerwachen in ganz Deutschland. Manchmal gibt es ausgediente Schläuche geschenkt, meist werden sie jedoch direkt abgekauft. Die Modelle können dann gerade einmal zwei Jahre Dienst hinter sich haben oder aber auch 40 Jahre alt sein. Für die Verarbeitung braucht es schon starke Industriemaschinen und gelernte Näher. Zu Beginn hat Martin alles selbst gemacht, doch bald wurde die Produktion nach Polen und Serbien verlegt. Die Brüder sind froh über die Nähe innerhalb Europas. So können die Nähereien regelmäßig besucht und von Martin angeleitet werden.

Für die Zukunft wünscht sich Feuerwear eine noch stärkere Verwendung von recyclingfähigen Materialien. Neben den Feuerwehrschläuchen gibt es auch noch ausgelistete Materialien aus der Autoindustrie wie etwa die Tragegurte. Gänzlich neu sind Klettverschlüsse und Reißverschlüsse. Derzeit prüft das Unternehmen den Ersatz der ebenfalls neuartigen Einfassbänder aus gebrauchtem Material. Das nachhaltige Konzept mit den kurzen Transportwegen und den charakteristischen Designs kommt gut an, so möge das Unternehme viele weitere „Heldentaten“ vollbringen.

feuerwear - Smartphonehüllen am Stand auf der Ethical Fashion Show

Text und Fotos: Monika Zielinski

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