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Newcomer ajoofa auf der Ethical Fashion Show mit kontroverser Idee

Auf der Ethical Fashion Show Berlin präsentierte sich das Jungunternehmen ajoofa aus Ulm mit Shirts und Motiven, die von Affen gemalt wurden. Ein Konzept, welches zunächst nicht nur für positives Aufsehen sorgt, doch das Team von ajoofa ist davon überzeugt.

ajoofa BildWenn Affen Künstler werden

In der Newcomer Area trafen die Besucher der Ethical Fashion Show vom 2. bis 4. Juli 2013 diesen Sommer unter anderem auf ajoofa. Abgekürzt für Art joins Organic Fashion bekam man schlichte Shirts für Männer, Frauen und Kinder mit gar nicht so schlichten Aufdrucken zu sehen. Genau genommen sind die Aufdrucke sogar kleine Kunstwerke, denn sie stammen aus dem Malpinsel eines Affen. „Wir haben uns im privaten Bereich oft gefragt, was denn diese ganzen wilden Aufdrucke sollen. Es ist oft sehr abstrakt, aber man weiß nicht, wo es herkommt“, sagt Yvonne Kaltenecker (Designerin) und erklärt, dass ihre Aufdrucke alle eine Bedeutung haben. Die Zahlen stehen beispielsweise für Koordinaten der Tiere oder eine aktuelle Spendenzahl. Das gepinselte Werk entstand jedoch gänzlich aus der Hand eines Affen.

Yvonne passt die Originalmotive dabei ein wenig an. Manchmal wird nur die Farbe geändert, manchmal werden erkennbare Motive herausgelöst und so auf das T-Shirt positioniert, dass ein stimmiges Bild entsteht. Im Onlineshop kann der interessierte Käufer zudem auch das Originalmotiv sehen.

ajoofa T-Shirtajoofa T-Shirt

Doch zunächst einmal ganz von vorne. Wie kommt man auf die Idee, Bilder von Affen zu verwenden und in wiefern ist dieses Konzept kontrovers? Geschäftsführer Marcus Handvest und Yvonne Kaltenecker haben ajoofa im Oktober 2012 gegründet und waren das erste Mal auf der Berlin Fashion Week vertreten. „Es gibt sehr sehr viel Positives, es gibt natürlich auch ein paar Kritiker. Aber das ist klar, das bringt das Thema einfach mit sich“, berichtet Yvonne und meint damit vor allem die Zoohaltungsthematik, welche oft mit Tierquälerei verbunden ist. Von solch einer Form der Tierhaltung möchte sich ajoofa jedoch deutlich distanzieren. Die Tiere sollen weder speziell für das Unternehmen malen, noch in irgendeiner Weise dazu dressiert oder gar gezwungen werden.

ajoofa T-ShirtMalen kann eine Tierbeschäftigung sein

Malende Tiere gab es auch schon vor ajoofa und in diesem Fall ist es der Orang-Utan Barito aus dem Zoo Krefeld. Er und andere Affen werden durch abwechslungsreiche Beschäftigungsmaßnahmen unterhalten, die nicht nur im Malen bestehen. Initiatorin dieser Idee und der Durchführung ist Christine Peter, die verschiedene Zoos in Deutschland zu diesem Zweck besucht. Barito bevorzugt dabei nun mal Farben und Pinsel oder Finger oder Füße oder auch sein Fell. „Wenn Barito nicht malen möchte, dann signalisert er das sehr deutlich. Er nimmt dann einfach die Leinwand und dann wird sie auseinandergebaut oder kaputtgeschlagen“, so Yvonne.

Bisher verwendet ajoofa nur Gemaltes von Barito. Es ist nicht einfach weitere malende Tiere zu finden, die dies auch freiwillig und ohne Dressur oder Aufforderung machen. Die Beschäftigungsmaßnahmen von Christine Peter sind tolle Ablenkungen für die Tiere, welche nun einmal in Zoos leben und von dort auch nicht wegkönnen. Dieses Mindestmaß der artgerechten Beschäftigung muss keinesfalls verteufelt werden. Yvonne und Marcus versuchen ihren Teil sinnvoll beizutragen, daher beteiligen sie sich auch mit Spenden. „Wir müssen jetzt etwas tun und Flächen in der freien Wildbahn für die Tiere schaffen“, erklärt Yvonne. So spendet ajoofa fünf Prozent der Einnahmen an diverse Projekte wie Cross River Gorilla oder den Verein Faszination Regenwald.

Verbesserte Haltungsbedingungen in Zoos helfen den dortigen Tieren, doch der Schutz von Regenwald und aussterbenden Arten hilft dem Klima und der Tierwelt insgesamt. Somit lässt ajoofa nicht nur ökologische und zertifizierte Shirts mit Affenkunst herstellen, sondern macht im Ganzen auch auf die Problematik der Zoos, dem Umgang mit Tieren und der gefährdeten Natur aufmerksam. Diese Themen sind das wirklich Kontroverse zur Zeit, doch für ajoofa und viele andere Label der Ethical Fashion Show geht es nur in eine Richtung und diese heißt vorwärts zu einer sauberen und fairen Umwelt.

Weitere Informationen und Online-Shop unter www.ajoofa.com

Text: Monika Zielinski / Bilder: ajoofa

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