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European Conference on Living Wages: Maßnahmenplan für gerechte Löhne in den Lieferketten

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und das Niederländische Außenministerium (BUZA) haben auf der „European Conference on Living Wages“ Ende November einen Maßnahmenplan erarbeitet, der die Löhne innerhalb einer internationalen Lieferkette so festlegen soll, dass sie für die Lebenshaltung der Arbeiter ausreichen und nicht mehr ihrer Existenz bedrohen.

European-Conference-on-Living-WagesAm 25. und 26. November 2013 wurde fand die „European Conference on Living Wages“ in Berlin statt. Das BMZ und das BUZA haben als Initiatoren diverse Handelsunionen und Interessenten geladen, um über die Möglichkeiten zur Umsetzung von gerechten Löhnen zu diskutieren. In der internationalen Lieferkette sind Löhne, welche die Familie des Arbeitnehmers ernähren und die Grundkosten decken können, leider oftmals nicht vorhanden. In diesem Jahr hat sich der Fokus der europäische Konferenz zunächst auf den asiatischen Industrieraum beschränkt.

Als Redner und erfahrener Unternehmer im Bereich der fairen Löhne und geregelten Lieferketten, wurde Robin Cornelius von der Firma Switcher ebenfalls geladen. Als Gründer des Schweitzer Modeunternehmens ist er Pionier in der Durchführung einer transparenten Lieferkette und einer nachhaltigen und fairen Produktion. Für den Maßnahmenplan empfiehlt er, das Wachstum der meisten Unternehmen nicht als Hauptziel zu erklären. Zudem brauche es Überprüfungen durch unabhängige Organisationen, die zuverlässig und nicht im eigenen Interesse handeln.

Arbeiterin in der Switcher ProduktionFür Heidemarie Wieczorek-Zeul (ehemalige Bundesministerin) ist das Zusammenwirken von Wirtschaft, Gesellschaft, Gewerkschaft und Politik entscheidend, um die Ziele der „Living Wages“ erfüllen zu können. Sie hofft zudem auf eine weitere Zusammenarbeit mit Robin Cornelius bei der „Garment Industries Transparency Initiative“, welche die Arbeitsbedingungen im Bekleidungsbereich verbessern soll. Durch seine langjährigen Erfahrungen und Erfolge in diesem Bereich, kann der Switcher-Gründer sein Wissen nun für eine mögliche internationale Lohnregelung weitergeben. Seine sympatische und aktive Art wurde von den Konferenzteilnehmern jedenfalls positiv aufgenommen.

Fotos: Frederic Schweizer / Switcher

Text: Monika Zielinski

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