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Ethical Fashion Show: Fashion Talk mit People Tree Gründerin

Auf der Ethical Fashion Show Berlin hielt die Gründerin des britischen Eco-Fashion Unternehmens People Tree einen Vortrag über ihr Label bezüglich der Themen Ethik und fairer Handel. Der gut besuchte Fashion Talk ermöglichte den Teilnehmern einen Einblick in die Führungs- und Entscheidungsaspekte eines ethisch orientierten Unternehmens.

Nach der offiziellen Eröffnung der sechsten Ethical Fashion Show Berlin am 8. Juli 2014 durch Inez Bjørg David (miwai) und Olaf Schmidt (Messe Frankfurt Exhibition) wurden die Besucher zum Fashion Talk mit dem Thema „Der Unterschied zwischen ethischer und Fairtrade Mode“ geladen. Geführt wurde der Vortrag von Safia Minney (CEO von People Tree), die zum ersten Mal an der Ethical Fashion Show Berlin mit ihrem Label teilnahm.

Eröffnung der sechsten Ethical Fashion Show Berlin
Foto: Monika Zielinski

Bei dem modernen Eco-Unternehmen People Tree wird vor allem nach dem Prinzip der Ethik gehandelt. An erster Stelle steht bei Minney der ethische Handel während fairer Handel nur eine untergeordnete Rolle einnimmt, so zumindest erklärt es die engagierte und selbstbewusste Frau im Einstieg zum Fashion Talk. Fairness spielt bei People Tree dennoch keinesfalls eine unbedeutende Rolle, denn ethisches Handeln umfasst auch faires Handeln sowie die Verwendung von Biostoffen, das Prinzip von Second Hand oder sogar Vintage Mode. Ethisches Handeln ist weitreichend und erfordert die Bereitschafft sich Gedanken über jeden Aspekt seiner Produktion und seines Schaffens als Designer oder Hersteller zu machen. Bei all dem richtet People Tree seinen Blick auf die Menschheit. Nicht die Erde muss gerettet werden, sondern die Menschheit, so Minney. Durch das zerstörerische Handeln, nicht nur im Textilbereich, könnte sich die Menschheit fatal schädigen – die Erde wird „uns“ jedoch überstehen und weiterleben.

Bei der Herstelllung von ethischer Mode sollte es einem Unternehmen demnach um Wert und Verantwortung gehen, den alle Beteiligten der Kleidung geben und für die Produktion übernehmen. So entscheidet sich People Tree beispielsweise für die Handweberei, auch wenn diese aufwendiger vonstatten geht. Auf diese Weise bleibt Handwerk erhalten, aber vor allem können neun mal so viele Arbeiter beschäftigt werden als beim maschinellen Weben.

Gerade Frauen entscheiden sich gerne bewusst für nachhaltige Mode. Dabei gilt „inclusive statt exclusive“. Also ein Kleidungsstück, welches ethische Aspekte wie faire Bezahlung, pestizidfreie Baumwolle und einen angemessenen Preis enthält, anstatt eines luxuriösen Kleidungsstück, welches durch Einzigartigkeit und nichts weiter seinen Wert darstellt.

Fehlerfrei muss man bei dem Prozess des Umdenkens und der bewussten Entscheidungen nicht sein. So geht es Minney nicht darum, sich ein Bein „auszureißen“ bei dem Versuch ihr Handeln zu 100 Prozent ökologisch zu halten. Auch sie schlüpft in ihrer Freizeit gerne in ihre Doc Martens oder trägt ein ganz gewöhnliches T-Shirt. Dennoch kennt sie die Zustände in den Produktionsländern und weiß genau, dass eine Veränderung geschehen muss und zwar auf eine verantwortungsbewusste und weitreichende Weise. Das allgemeine Prinzip der Ethik kann dabei der Maßstab für sämtliche Entscheidungen in einem Unternehmen sein und dazu auch noch funktionieren, wie People Tree seit Jahren zeigt.

Text: Monika Zielinski

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