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IVN setzt sich für nachhaltige Jeans ein

hessnatur - JeansDie umweltfreundliche und faire Jeansproduktion befindet sich auf dem Vormarsch. Zumindest in der nachhaltigen Öko-Mode selbst. Dort ist die Jeanshose ebenfalls ein beliebtes Basic-Kleidungsstück und im Vergleich zu T-Shirts und Pullovern noch nicht so sehr verbreitet. Der Internationale Verband der Naturtextilwirtschaft e.V. (IVN) informiert über die Gefahren und Umweltschäden bei der konventionellen Jeansherstellung und möchte damit umso mehr auf die grüne Alternative zur Alltagshose aufmerksam machen.

Aufgrund der besonderen Produktionsschritte bei Jeanshosen wird deren Herstellungsprozess von nachhaltigen Verbänden und Umweltschutzorganisationen besondere Beachtung geschenkt. So stehen vor allem die Färbungen und die anschließenden Behandlungen für den gefragten Used-Look stark in der Kritik. Die Methoden der so genannten Ausrüstung sind gerade bei der Jeansherstellung nachweislich schädlich für Umwelt und Gesundheit – der Arbeiter und teilweise auch der späteren Träger. So werden die aufgehellten Bereiche am Jeansstoff bei herkömmlicher Produktion durch Chlorbleich und Kaliumpermanganat oder durch das Sandstrahlverfahren erzeugt. Giftige Dämpfe und gefährlicher Feinstaub gefährden dabei die Fabrikarbeiter. Das sogenannte Sandblasting kann dabei sogar tödliche Folgen haben. So wird die Lebensdauer eines Arbeiters nach zwei Jahren mit diesem Verfahren auf anschließend nur 10 weitere Jahre geschätzt.

Wunderwerk - JeansAlleine der lebensbedrohende Aspekt in den teilweise unmodernen und unsicheren Produktionsstätten macht den herkömmlichen Jeanskauf zu einer fragwürdigen Entscheidung. Der IVN macht jedoch auch auf die Umweltbelastungen aufmerksam. So beträgt der Wasserverbrauch zur Herstellung von 1 kg herkömmlicher Baumwolle zwischen 10.000 und 30.000 Liter. Ökologische Baumwolle derselben Menge kann jedoch mit rund 7.000 Liter Wasserverbrauch aufgrund einer optimierten Bewässerungsmethode oder Anbau in regenrerichen Regionen produziert werden. Der Gesamtenergieverbrauch, sowie die direkte Verschmutzung von Flüssen und damit auch des Grundwassers in den Produktionsorten durch Chemikalienreste der Jeansbehandlung, verdeutlichen letztlich die schweren Folgen dieses Modetrends.

Wunderwerk - Jeans - Lynn tye dyeImmer leichter können jedoch Konsumenten auf diese schädliche Produktionskette der Modeindustrie verzichten. So zeigt der IVN auf, welche Alternativen es für Jeanskäufer gibt. Dabei sollte vor allem auf Transportwege (möglichst ganze Herstellung an einem Ort), zertifizierte Stoffe (etwa Biobaumwolle oder Hanf) und eine faire Bezahlung aller Beteiligten geachte werden. Als hilfreiches Gütesiegel für eine kontrollierte und schonende Produktionskette ist neben GOTS auch das IVN Best zu beachten. So empfiehlt der IVN einige seiner Mitglieder, die gleichzeitig auch Modelabels sind und ein nachhaltiges Jeansangebot entwickelt haben. Dazu gehören beispielsweise CharLe, Hessnatur oder Wunderwerk. Die Alternativen von Eco-Labels für eine trendige Used-Jeans zeichnen sich durch umweltschonendere Verfahren aus. So kommen die Effekte beispielsweise durch die Verwendung von Bimsstein per handgemachtem Abrieb auf den Stoff. Gebleicht werden kann zudem mit Ozon in speziellen geschlossenen Maschinen. Dies alles macht deutlich: Das grüne Jeansangebot ist da. Durch eine vermehrte Nachfrage kann es auch wachsen und sich in der Jeansherstellung möglicherweise gänzlich etablieren.

Fotos: Bild 1 – hessnatur / Bild 2 + 3 – wunderwerk

Text: Monika Zielinski

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