(Anzeige)

H&M sammelt alte Klamotten im Rahmn der World Recycle Week

In der Woche vom 18. bis zum 24. April 2016 hat der schwedische Textilkonzern Hennes & Mauritz (H&M) zur World Recycle Week aufgerufen. Innerhalb des Zeitraums will das Unternehmen in seinen mehr als 3.600 Läden insgesamt mehr als 1.000 Tonnen gebrauchter Klamotten einsammeln um diese dann dem Recycling zuzuführen. Die recycelten Textilfasern sollen dann bei der Herstellung neuer Kleidungsstücke genutzt werden. Unterstützt wird die Aktion von M.I.A., die exklusiv dazu ein Musikvideo veröffentlicht hat.

World Recycle Week 2016

Bild: World Recycle Week 2016 (© H&M)

Recycling von Kleidung für H&M nichts Neues

Die Idee hinter der Recycling Woche ist für H&M dabei nichts neues, denn bereits seit 2013 hat das Unternehmen seine Kunden dazu aufgefordert, alte Kleidung, die nicht mehr getragen wird, in jedem H&M Store abzugeben. Dafür, dass die Klamotten nicht einfach in den Müll geschmissen werden, erhalten die Kunden Gutscheine, die beim Einkaufen bei H&M verwendet werden können. Insgesamt wurden seit 2013 bereits mehr als 25.000 Tonnen alter Kleidung eingesammelt und vor zwei Jahren kamen die ersten H&M Modelle aus recycelten Textilfasern auf den Markt.

Greenpeace wünscht sich lieber ein Umdenken

Als Augenwischerei bezeichnet hingegen die Umweltschutzorganisation Greenpeace die Aktion, da nur ein Prozent des Materials an eingesammelten Klamotten als recycelte Textilfasern wiederverwertet werden könnten. Zur Verdeutlichung nennt Greenpeace die Zahl von 1,3 Millionen Kleidungsstücken in 2015, bei deren Herstellung recyceltes Material zum Einsatz kam. Insgesamt betrug diese Menge aber gerade einmal 130 Tonnen Recyclingfasern. Um die geplanten 1.000 Tonnen aus der World Recycle Week wieder zu verwerten, würde es also mehrere Jahre brauchen.

Als beste Lösung zur Vermeidung gigantischer Müllberge aus Textilien sowie Land- und Energieverbrauch im Rahmen der Herstellung sieht man ganz klar qualitativ hochwertige und langlebige Kleidung an. Nichts schließlich besser für die Umwelt als wenn Kleidungsstücke lange Zeit getragen und im Bedarfsfall repariert statt direkt ersetzt werden. Kritikpunkt ist, dass besonders günstige Kleidung zur sogenannten Wegwerf-Mode wird, die bereits nach einer Saison entsorgt wird.

Das könnte Dich auch interessieren

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*

*

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmen Sie der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung (selbstverständlich ohne Namen) unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.

Schließen